Betrachtung wichtiger technischer Indikatoren an der Börse (4)

Die nachfolgend betrachteten technischen Indikatoren sind Bestandteil der auf dem Finanzportal TRADUCER.de durchgeführten Analysen.

Korrelationen

Korrelationsmatrix

Die Korrelationsmatrix ermöglicht die Analyse der statistischen Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Aktien bzw. Finanztiteln eines Segments oder Meta-Segments. Die Korrelation ist ein Maß für die lineare statistische Abhängigkeit zwischen jeweils zwei Datenreihen bzw. Finanzkursen. Ein maximaler Wert von „+1“ bedeutet Gleichlauf, ein minimaler Wert von „−1“ Gegenlauf. Ein Wert von „0“ bedeutet Unabhängigkeit.

Die Auswahl von untereinander gering korrelierten Finanztiteln (mit positiver Gewinnerwartung) verringert nach der Portfoliotheorie das Portfolio-Risiko.

Risiko-Korrelationsmatrix

Bei der sog. Risko-Korrelationsmatrix werden im Gegensatz zur klassischen Korrelationsmatrix nur volatile Marktphasen untersucht. Damit ergibt sich so ein realistischeres Bild für Crash-Situationen, denn in volatilen Marktphasen neigen viele Finanztitel zum verstärkten Gleichlauf. Der Risikoschutz kann mit dieser Betrachtung weiter verbessert werden.

Pair-Trading

Ein hoch korreliertes Aktienpaar bzw. Titelpaar kann als Pair-Trade gehandelt werden, z.B. Aktie vs Aktie oder Aktie vs. Index. Hierbei werden zwei Titel, die zur gleichen Basis/Währung notieren, gegensätzlich gehandelt: bei einem Titel setzt man auf steigende Kurse (long), beim anderen spekuliert man auf fallende Kurse (short).

Die Beobachtung bzw. Grundannahme beim Pairs Trading ist der weitgehende Gleichlauf zweier Kurse, d.h. das gleiche Verhältnis, der Kurs-Quotient. Geht diese parallele Entwicklung auseinander, d.h. ein Kurs steigt, der andere fällt oder ein Kurs steigt wesentlich stärker, kann, soweit keine fundamentalen Gründe vorliegen, von einer zeitlichen Diskontinuität ausgegangen werden. Man geht dann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass beide Kurse in naher Zukunft wieder zusammenlaufen. Dazu wird beim gestiegenen Titel auf einen fallenden Kurs, beim gefallenen Titel auf einen steigenden Kurs investiert. Gleiches gilt, wenn ein Titel deutlich stärker gestiegen sein sollte, dann wird bei diesem auf einen fallenden Kurs spekuliert, während beim anderen Titel eine Long-Gegenposition eingenommen wird. Umgekehrtes gilt, wenn ein Titel deutlicher gefallen sein sollte. Die Marktentwicklung ist bei dieser Trading-Konstruktion im Grunde sekundär, das Trading ist hier marktneutral.

 

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